Der krönende Abschluss der Hinrunde

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Besser geht nicht: Zum Abschluss der Hinrunde steht auf dem Punktekonto des Oberliga-Spitzenreiters OHV Aurich tatsächlich die erhoffte Null. Null Minuspunkte. Für diese makellose Bilanz sorgten die Auricher am Sonntag mit dem 29:18-Sieg gegen den VfL Edewecht.

Hätte dem OHV-Trainer vor der Saison jemand solch einen Zwischenstand vorhergesagt, Arek Blacha hätte ihn für verrückt erklärt. Jetzt ist er stolz auf das, was seine Mannschaft geleistet hat. Es sei zwar eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen gewesen: „Wir haben aber gezeigt, dass wir eine homogene Mannschaft sind und stehen verdient oben in der Tabelle.“

Den Zusammenhalt bewies sie auch gegen den VfL Edewecht. Denn obwohl in der ersten Halbzeit nicht alles glatt lief, warf sie das nicht aus der Bahn. Josip Crnic verwandelte zwar nach 44 Sekunden einen Siebenmeter zum 1:0, erhöhte anschließend mit einem Heber von der rechten Außenseite auf 2:0. Und Christoph Groß schloss einen erweiterten Gegenstoß mit dem 3:0 ab. Da waren gerade mal vier Minuten gespielt. So furios ging es jedoch zunächst nicht weiter.

Die Auricher machten zwar viel Tempo und Druck im Angriff. Es schlichen sich aber auch Fehler ein. Dazu kam ein stark haltender Finn-Luca Schwagereit im Edewechter Tor. So gelang den Gästen in der 14. Minute der Ausgleich (6:6). Es sollte der einzige bleiben. Denn auf die Auricher Abwehr und Edgars Kuksa im Tor war, wie schon nahezu die gesamte Saison, Verlass.

In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit stellten die Auricher die Weichen für ein erfolgreiches Ende. Und das, obwohl sie in dieser Phase noch fahrlässig beste Torchancen liegenließen. Trotzdem wurde aus einem 8:7 ein 13:8-Halbzeitstand. „Wir werfen vorne zu viele Bälle weg. Das bestraft der OHV dann sofort“, sagte der ehemalige OHV-Spieler Torben Lemke, jetzt im Team des VfL Edewecht. Ein bisschen mehr hatte er sich zu dem Zeitpunkt mit seinem Team schon erhofft.

Es sollte seine Mannschaft anschließend noch mehr treffen. Was die Auricher Abwehr in der zweiten Halbzeit leistete, machte ihren Trainer sprachlos. Hochkonzentriert, flink auf den Füßen, mit Argusaugen und reaktionsschnell nutzten die Spieler jede kleinste sich bietende Möglichkeit, um dem Gegner den Ball zu stibitzen.

„Wir sind schon bescheiden in die zweite Halbzeit reingekommen“, sagte Lemke. Die Edewechter hatten Anwurf, verloren aber leichtfertig den Ball.

Die Auricher zogen weiter ihr Tempospiel auf und bauten ihre Führung bis zur 46. Minute auf elf Treffer (21:10) aus. Lediglich zwei Tore hatten sie bis dahin zugelassen: eins aus dem Spiel heraus und einen Siebenmeter.

VfL-Trainer Tobias Weihrauch hatte auf den Lauf des OHV ziemlich schnell nach Wiederbeginn mit einem Torwartwechsel reagiert, in der 38. Minute eine Auszeit genommen und seine Mannschaft mit einer offensiver eingestellten Abwehr zurück ins Spiel geschickt. Aber so wenig wie die Auricher zu bremsen waren, gelang den Edewechtern im Angriff. Zumal Frederik Möhlmann, der ab der 40. Minute im Tor stand, ebenfalls ein starker Rückhalt war.

Dass bei dem hohen Tempo, das die Auricher bis zum Schluss gingen, beste Chancen auf der Strecke blieben und nicht in Tore umgemünzt wurden, damit konnte Blacha am Ende gut leben.

Bis auf einen im Team bekamen alle Einsatzzeiten. Nur Wilke de Buhr nicht. Er gehörte zwar mit zum Kader, musste aber wegen einer Ellenbo-genverletzung zwangspausieren.

Für Lemke verlief die Rückkehr an alte Wirkungsstätte zwar anders als erhofft. Was nichts daran änderte, dass er den Aurichern neidlos zum Sieg gratulierte. Die Fans verabschiedeten die Mannschaft mit stehenden Ovationen in die Weihnachts-Punktspielpause.

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