Neue Trainerin für U23 der HSG Konstanz

Foto: Peter Pisa

3.Liga Süd
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Drei Bundesligamannschaften kann die HSG Konstanz in der neuen Saison aufbieten. Die erste in der 2. Bundesliga, die U23 nach dem zweiten Aufstieg in den letzten drei Jahren in der 3. Liga und die A-Jugend bereits zum neunten Mal in der Bundesliga. Dabei wird es einige Veränderungen auf den Trainerpositionen geben.

Matthias Stocker zieht sich aus der U23 zurück und übergibt sie an Jessica Bregazzi (siehe Foto) und Thomas Zilm, Stocker übernimmt dafür zusammen mit Christian Korb die A-Jugend.

„Ich möchte in der kommenden Zeit etwas kürzer treten und mehr Zeit für mein Studium, meine Frau und etwas Urlaub haben“, erklärt Stocker, der seit vergangenem Jahr verheiratet ist. „Das war eine intensive Zeit, die Kraft gekostet hat. Dennoch wollte ich weiter aktiv bei der HSG sein.“ Sportchef Andre Melchert kann sich nun freuen, dass er Stocker als A-Jugendtrainer binden konnte. Als „extremen Arbeiter“ beschreibt er den 32-Jährigen, der seit 2011 in Konstanz lebt und insgesamt vier Jahre für die HSG in der 3. und 2. Bundesliga aktiv war. Seit 2017 führte er die U23 der HSG zum Aufstieg in die Oberliga, dort auf Platz drei und nun mit dem zweiten Rang zum Aufstieg in Liga drei. „Matze ist extrem motiviert und diszipliniert“, lobt Melchert. „Er hat das fantastisch gemacht, was er aus den Jungs herausgeholt hat. Einige haben schon den Sprung in die erste Mannschaft geschafft, weitere werden in der nächsten Saison folgen.“ In der 3. Liga sollen die Talente sich weiter bestmöglich weiterentwickeln. Melchert: „Je stärker die Gegner, desto besser gelingt das. Für die Jungs ist das eine super Gelegenheit, sich mit sehr guten Gegnern zu messen.“

Betreut werden sie hierbei in Zukunft von Jessica Bregazzi, B-Trainer-Lizenzinhaberin und Athletiktrainern sowie Jugendkoordinatorin der HSG Konstanz. „Sie hat eine super Arbeit bei der Ersten und in der Jugend geleistet und einen tollen Draht zu den Jungs“, lobt der Sportliche Leiter Andre Melchert und erklärt das Vertrauen in die 25-Jährige, die Sport und Leistung an der Deutschen Sporthochschule in Köln studierte. Als Spielerin besuchte sie selbst das Sportinternat in Dormagen und spielte unter anderem in Leverkusen, wo sie die Westdeutsche A-Jugendmeisterschaft errang. In der 3. Liga war sie als Kreisläufern in Solingen aktiv, als Co-Trainerin gelang ihr nach einigen Stationen in der Jugend schließlich dort der Aufstieg in die Herren-Oberliga. „Jetzt freue ich mich auf die Herausforderung 3. Liga“, erklärt Bregazzi, die aus einer echten Handballer-Familie stammt. Die Mutter war 23 Jahre aktiv, die Geschwister wie Bruder Christopher etwa bis zuletzt in der 3. Liga bei der TGS Pforzheim. Aufgrund seines Karriereendes kommt es in der neuen Saison jedoch nicht zum Familien-Duell. Bregazzis Vater war außerdem zusammen mit Carsten Klavehn – nun Talentcoach des DHB – und Tom O'Brannigan zeitweise für die irische Nationalmannschaft verantwortlich. „Ich bin sozusagen in der Halle aufgewachsen“, lacht die gebürtige Pforzheimerin.

In der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen erfahrenen Zweitligaspieler und B-Lizenzinhaber Thomas Zilm sieht sie „eine gute Kombination für eine gute Saison“, in der zwar der Klassenerhalt, aber vor allem die Weiterentwicklung der Spieler die Ziele sein werden. Durch den Aufstieg konnte der Abstand zur ersten Mannschaft verringert werden. „Alle überraschen und es allen beweisen“, so Bregazzi zu den Zielstellungen, die in zweitem Punkt auch ihren persönlichen Antrieb sieht. Als Trainerin ist ihr die Mischung aus Disziplin und Spaß ganz wichtig. Früher selbst die Spaßmacherin im Team, die jedoch auf dem Spielfeld immer 100 Prozent gab und die erste war, die zusätzlich trainierte, soll nun die Mischung Freude, Motivation, Engagement und Disziplin neben dem Überraschungseffekt und der Unbekümmertheit zum Erfolgsrezept werden. Bregazzi: „Wir haben eine junge, schnelle, kreative Mannschaft, die damit alle ärgern möchte.“ Thomas Zilm, der die meisten Spieler in der A-Jugend schon entwickelt hat, bringt es dabei auf den Punkt: „Gegen uns soll keiner Lust haben, weil es richtig anstrengend wird.“

Die A-Jugend, die als Zweitplatzierter der Pokalrunde direkt für die nächste Saison der Bundesliga qualifiziert ist, wird Matthias Stocker zusammen mit Christian Korb in ihre insgesamt neunte Spielzeit in der Eliteklasse führen. Auf der einen Seite fiel es Stocker schwer, seine bisherigen Schützlinge loszulassen, auf der anderen war der Aufstieg in die 3. Liga der krönende – wenn nun auch etwas abrupte – Abschluss. „Jetzt freue ich mich auf die A-Jugend“, blickt er bereits voraus. „In der A- und B-Jugend gibt es einige tolle Talente. Zusammen mit Christian Korb freuen wir uns wieder auf die Bundesliga und darauf, uns mit richtig starken Gegnern messen zu können.“ Sportlich ist die HSG damit gut aufgestellt, wirtschaftlich stehen jedoch erst einmal größte Herausforderungen im Kampf um das Überleben bevor.

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