Abwärtstrend setzt sich fort

3.Liga Nord-West
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„Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger.“ So heißt es in einem Werbespruch. Und langsam brauchen die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland schon ein Wunder, wenn im Mai nicht die Zeit in der Dritten Liga ablaufen soll.

Auch am Samstag gab es für den heimischen Marktführer keinen Sieg. Mit 28:29 (15:15) unterlagen die Wölfe LiT Germania Hamm.

Es war schon ein eigentümliches Szenario in der Kreissporthalle an der Werler Straße. Auf der Tribüne spekulierten Anhänger der Wölfe darüber, ob die Niederlage gegen LiT der Abstieg war. Im Foyer der Halle kämpfte SG-Chefin Birgit Völker-Albrecht leidenschaftlich um weitere Rückendeckung für das eigene Team. „Wir werden so lange kämpfen, wie rechnerisch noch alles möglich ist“, erklärt die Trainerin der Wölfe. Allerdings gab sie auch zu, dass sie sich aus dem Duell mit den Westfalen mehr erhofft hatte.

„Doch das begleitet uns ja die ganze Saison durch“, weiß Völker-Albrecht über das wieder einmal eklatante Abschlusspech ihrer Mannschaft. Am Ende war die Niederlage für die SG-lerin sogar nicht unverdient „Denn wir haben vor allen in der zweiten Halbzeit zu viele Möglichkeiten ausgelassen. Der gegnerische Trainer Daniel Gerling konnte sich erst mal entspannt zurücklehnen.

„Ich glaube schon, dass wir in der zweiten Halbzeit den größeren Willen gezeigt haben, dieses Spiel für uns zu entscheiden. Mit diesem Sieg steht für uns in den kommenden Wochen kein Abstiegskampf an“, sieht Gerling den Klassenerhalt als erreicht an. Währenddessen geht für das SG-Trainerduo Birgit Völker-Albracht, Ralf Heinemann und ihre Schützlinge das Zittern um die weitere Zukunft in der dritten Liga weiter.

„Wir geben nicht auf“, machte Birgit Völker Albrecht auch mit Blick auf das nächste Spiel am Samstag beim TuS Spenge deutlich. Dort dürfte allerdings ein weitaus schwieriger Gegner auf die Wölfe warten. „Das ist ein Gegner der Extraklasse“, sagt Birgit Völker Albrecht voller Respekt. Wobei die Zuschauer der SG hinsichtlich des Willens keinen Vorwurf machen konnten.

Denn auch gegen LiT Germania versuchte man die entscheidenden Akzente zu setzen. Ein starker Kevin Peichert im Tor der SG war der passende Rückhalt. Allerdings konnten sich die Wölfe im Spiel nach vorne nicht absetzen. Mal führten die heimischen Handballer, dann die Gäste – kein Team verschaffte sich Vorteile. So war das 15:15 zur Pause schon ein korrekter Zwischenstand.

„Das war schon eine sehr hektische Partie“, waren sich Gäste-Trainer Daniel Gerling und Birgit Völker-Albrecht einig. In der zweiten Halbzeit häuften sich bei den Wölfen. Vier Fehlwürfe am Stück brachten LiT auf die Siegerstraße.

Die Ostwestfalen konnten sich auf vier Tore absetzen – 20:24 aus SG-Sicht nach 47. Minuten. Es sollte eine Vorentscheidung sein. Denn dieser Rückstand erwies sich als zu große Hypothek. Das es am Ende nur noch ein Treffer war, spricht für den Willen der Wölfe – bringt aber keine Punkte.