Aurich-Spieler bleiben in Wartestellung

Foto: Archiv

3.Liga Nord-West
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Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich steigen erst am 7. Juli in die Saisonvorbereitung ein. Alles andere macht keinen Sinn, obwohl seit Montag die Sporthallen wieder geöffnet sind.

Es kribbelt in den Fingern. Nach mehr als zweimonatiger Zwangspause sind die Hallen seit Montag für Sportler wieder geöffnet. Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich könnten also drinnen wieder loslegen. Tun sie aber nicht. „Was bringt das?“ stellt Trainer Arek Blacha (s. Foto) die Frage eher rhetorisch. Klar, die Euphorie sei groß, sagt Blacha: „Man kann nach langer Zeit wieder was machen.“ Aber was kann man machen? Handballtraining, so wie es die Spieler kennen, jedenfalls nicht. Körperkontakt ist nicht erlaubt, ein Abstand von mindestens zwei Metern vorgeschrieben. „Eine normale Vorbereitung ist unter diesen Voraussetzungen nicht möglich“, sagt Blacha.

Und selbst wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die Chance bieten würde, Handball wieder zu spielen, würde Blacha sie nicht nutzen. Er sagt ganz klar: „Mit Masken werden wir nicht trainieren.“ Das möchte er seinen Spielern nicht zumuten. Auch mit Blick auf einen Saisonstart hält Blacha einen Einstieg jetzt ins Training für verfrüht. Am 1. September sollen die Punktspiele beginnen. Bis dahin sind es noch drei Monate. Und ob die Spiele dann auch wirklich beginnen werden, ist ja auch nicht sicher. Die Spieler des OHV halten sich seit Mitte März, als der Handball-Vorhang fiel, individuell fit. „Sie schicken Fotos und Videos“, sagt Blacha. Das werden sie auch weiterhin tun, um sich für den Trainingsauftakt zu rüsten. Der ist für den 7. Juli geplant. „Dann haben wir immer noch acht Wochen, um uns vorzubereiten“, sagt Blacha.

Die Frage ist ja auch, wann Körperkontakt wieder erlaubt sein wird. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist da schon einen Schritt weiter. Ab 30. Mai soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, heißt es auf der Internetseite der Landesregierung. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sollen dann ebenfalls zulässig sein und die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen soll unter Auflagen gestattet werden. In Niedersachsen aber gilt bis auf weiteres die Abstandsregel. Und so lange die nicht abgeschafft wird, braucht Blacha auch keine Sporthalle für sein Training: „Die Übungen, die ich machen kann, kann ich auch draußen machen.“

Es ist derzeit eine Vorbereitungsplanung mit vielen Fragezeichen. Erst einmal ausgehend von einem terminlich optimalen Saisonverlauf möchte Blacha seine Mannschaft so einstellen, dass die auch im Januar, Februar, März, in der meist heißen Phase der Punktspiele, topfit ist. Und wenn esanders kommt als geplant? „Dann müssen wir improvisieren“, sagt Blacha.

Bei allen Unwägbarkeiten ist der OHV-Trainer froh, dass die Mannschaft weitestgehend zusammengeblieben ist: „Dann fangen wir wenigstens nicht bei Null an.“ Die Suche nach eventueller Verstärkung gestaltet sich in doppelter Hinsicht schwierig. Zum einen ist ein Probetraining derzeit nicht möglich. „Wir reden derzeit nicht mit neuen Spielern“, sagt Blacha, „das wäre auch unfair.“ Denn so lange nicht feststeht, mit welchem Etat der OHV planen kann, macht er auch keine Versprechungen. Die Gespräche mit Sponsoren laufen in einer Krisenzeit. Sie stimmen den Vereinsvorsitzenden Ulrich Mittelstädt aber trotzdem zuversichtlich. „Wir haben positive Rückmeldungen bekommen.“ Blacha bereitet das Thema Neuverpflichtung keine Bauchschmerzen: „Wenn es die Möglichkeit geben sollte, dann schauen wir, wie wir uns verstärken können. Das ist aber nicht so problematisch wie in den Jahren zuvor.“

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