Interview mit Valentin Schmidt und Kim Voss-Fels (Hagen)

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Die Lage ist überall im Handball und der Gesellschaft angespannt, das ist nicht zu übersehen. In einem Interview geben Valentin Schmidt und Kim Voss-Fels (s. Foto), 2 Spieler von Eintracht Hagen einen Einblick in ihr momentanes Seelenleben.

Hallo ihr beiden, schön, dass ihr euch die Zeit nehmt. Aktuell geschieht rund um das harzige Leder nicht viel, was an der besonderen Situation zur Vermeidung des Corona-Virus liegt. Wie geht es euch und wie nehmt ihr diese besondere Situation wahr?

Kim: Moin! Mir geht es gut. Ich gehe sehr ernst und gewissenhaft mit der Situation um. Vor allem, um gefährdete Personen in meinem Umfeld zu schützen. Für mich persönlich ist der Virus eher ungefährlich. Ich bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf und auf die Maßnahmen der Regierung, zu der sehr ernsten Lage. Man sollte nicht panisch werden, sondern respektvoll mit der Situation umgehen.

Valentin: Ich selbst fühle mich kerngesund und kenne aus meinem näheren Umfeld keinen der sich infiziert hat. Die Situation rund um den Corona Virus ist speziell und durchaus etwas beängstigend, es ist erschreckend wie sehr der Alltag durch so eine Geschichte eingeschränkt werden kann!

Was macht ihr nun tagsüber, wie sieht euer aktueller Tagesablauf aus?

Valentin: Meinen Tagesablauf versuche ich möglichst normal zu gestalten. Neben meinen sportlichen Aktivitäten, die ich abhalte, um fit zu bleiben verbringe ich Zeit mit meinem Studium und meiner Freundin. Alles in allem versuche ich nicht so oft einkaufen zu gehen und größere Gruppen zu meiden! Hände waschen ist definitiv meine neue Lieblingsbeschäftigung geworden (lacht).

Kim: Mein Tagesablauf besteht nach wie vor hauptsächlich aus Sport und Uni. Ich lerne für anstehende Klausuren, die nun auch verschoben wurden. Sport findet aktuell leider nur individuell statt, also ohne meine Mannschaftskollegen. Bislang klappt das noch gut. Da man nicht planen kann wie es weitergeht, ist die Situation langfristig natürlich sehr schwierig.

Ihr habt es bereits angesprochen, die gesellschaftlichen Einschränkungen sind ziemlich groß. Abseits vom Sport, was habt ihr noch für weitere Einschränkungen?

Valentin: Aktuell trifft mich die Situation neben dem Sport am ehesten in Bezug auf mein Studium. Auch hier ist die Situation ungewiss und die Semesterplanung stellt sich kompliziert dar. Es bleibt nur abzuwarten.

Kim: Bislang sind die Einschränkungen abseits des Sportes für mich, dass die Universität aktuell komplett geschlossen ist und man sie nicht betreten darf. Klausuren wurden verschoben, dabei konnte verständlicherweise kein Ausweichtermin gefunden werden. Des Weiteren probiere ich verzichtbare soziale Kontakte zu unterbinden, um kein Risiko einzugehen. Einkaufen ist natürlich auch nicht wie vorher...

Alle öffentlichen Einrichtungen wie Sporthallen und Fitnessstudios sind gesperrt. Wie haltet ihr euch fit?

Valentin: In Absprache mit unserem Athletiktrainer Chris, hat jeder Spieler einen Plan zu Verfügung gestellt bekommen, um im Wechsel im Kraft- und Laufbereich zu arbeiten. Die Übungen basieren zumeist auf dem eigenen Körpergewicht, sodass man diese problemlos im eigenen Wohnzimmer durchführen kann!

Kim: Wir haben von unserem Athletiktrainer individuelle Pläne bekommen, die wir von Zuhause aus erledigten können. Wir arbeiten dabei im läuferischen Bereich und probieren durch spezielle Kraftübungen fit zu bleiben.

Wir möchten nicht spekulieren, aber glaubst du diese Saison wird noch zu Ende gespielt?

Kim: Ich hoffe, dass die Situation sich schnellstmöglich bessert, allerdings muss man realistisch bleiben. Ich hoffe natürlich, dass die Saison weitergeht und wir unsere letzten Spiele noch absolvieren können. Im Vordergrund steht allerdings nicht der Sport sondern, dass der Virus langfristig eingedämmt werden kann. Deshalb wäre es nachvollziehbar, die Saison nicht zu beenden, wenn es gesundheitlich nicht vereinbar wäre.

Valentin: Aus der Sicht eines Sportlers wünscht man sich natürlich das die Saison fortgesetzt wird. Doch das ist erst einmal nebensächlich! Ausnahmslos alle sollten versuchen ihr bestmögliches zu geben um die Situation so schnell es geht unter Kontrolle zu bekommen, damit wir schon bald wieder zu unserem normalen Alltag zurückkommen können. In diesem Sinne wünsche ich Allen entweder eine gute Besserung oder eine gesunde Zeit möglichst ohne Ansteckung!

Danke euch beiden! Wir schließen uns den Gedanken unserer Jungs an, wünschen allen Betroffenen eine gute Genesung und allen anderen starke Nerven in dieser außergewöhnlichen Situation! Wir freuen uns, euch Fans hoffentlich bald wieder in der Arena begrüßen zu dürfen.

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