OHV-Macher erwarten eine schwierige Saison

3.Liga Nord-West
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Die Vereinsverantwortlichen des OHV Aurich fürchten Geisterspiele und erwarten bei den vielen Absteigern ein Hauen und Stechen um den Ligaverbleib. Eine Saison mit vielen Fragezeichen.

Wenn Ewald Meyer vom OHV Aurich auf die kommende Handballsaison blickt, dann legen sich Falten auf seine Stirn. Der Teammanager der Auricher Drittliga-Handballer erwartet ein „Hauen und Stechen“ um den Ligaverbleib. Kein Wunder, denn in der nächsten Serie dürfte es laut Meyer vier bis fünf Absteiger geben.

„Da steht uns eine große sportliche Herausforderung bevor“, formulierte Meyer am Donnerstagnachmittag auf der Pressekonferenz zusammen mit den beiden Geschäftsführern von der Ostfriesland Handball Sportmarketing GmbH (OHS) Jörg Schmeding und Lutz Günsel, sowie Vereinschef Ulrich Mittelstädt und den beiden Jugendvertretern Tanja Goldenstein und Jörg Schiefelbein.

Die OHV-Vertreter blicken in eine ungewisse Zukunft aufgrund der Coronakrise. Meyer hatte aber eine verbriefte Nachricht für die Medienvertreter: Die Mannschaft um Trainer Arek Blacha beginnt am Dienstag, 7. Juli, mit dem Training. Bis zum Saisonbeginn werden die Spieler die eine oder andere Trainingspause einlegen. Wann der Saisonauftakt sein wird, ist noch unklar. Bis vor einigen Tagen war die zweite Hälfte des Septembers im Gespräch.

„Nach dem Fleischskandal von Tönnies wird sich das wohl verschieben auf Anfang Oktober“, sagte Meyer nach einem Gespräch mit dem Staffelleiter. Gegenwärtig befindet sich die Mannschaft in Kurzarbeit. Die wird Ende Juni auslaufen. Der Kader ist kleiner geworden. Günsel nannte mit Paul Jordan (Karriereende) und Jannik Dallügge (2. Mannschaft) zwei Abgänge. Oliver Staszewski hat sich nach einer Pause noch etwas Bedenkzeit erbeten. Der OHV ist im Rückraum dünn besetzt. Dort besteht Handlungsbedarf, der aber gegenwärtig nicht gedeckt wird.

Günsel und Schmeding führen seit einigen Wochen Gespräche mit den Sponsoren. Rund 70 Prozent der Unterstützer wollen auch zukünftig dem OHV die Stange halten. Die Geschäftsführer sprachen von positiven Signalen bei den Sponsoren, die noch überlegen. Gleichwohl kein leichtes Brot. Günsel sagte: „Da stehen noch schwierige Gespräche an, in denen wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.“

Der OHV-Vorsitzende Mittelstädt hofft, dass die neue Saison mit Zuschauern stattfindet. Geisterspiele kann sich der OHV nicht leisten. „Das stehen wir für eine ganze Saison kaum durch“, so Mittelstädt. Er bezifferte die Zuschauereinnahmen aus einer Saison mit rund 70 000 Euro.

Der kommissarische Jugendwart Jörg Schiefelbein (A- bis C-Jugend) und Jugendwartin Tanja Goldenstein (D-Jugend bis Wuselgruppe) berichteten über steigende Zahlen beim Nachwuchs. Aber die Corona-Pandemie wirbelte die Pläne des Vereins durcheinander. Er sagte den OHV-Jugendcup für Ende August ab.

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