WHV-Arbeitssieg in Westfalen

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3.Liga Nord-West
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Mit einem 29:24-Erfolg bei der Ahlener SG haben die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV ihre Tabellenführung in der Nord-Weststaffel behauptet. Dabei liefen die Gäste ihrer Form aber über weite Strecken hinterher und gerieten Mitte der zweiten Halbzeit folgerichtig mit 15:18 Toren in Rückstand.

Erst in der Schlussphase besannen sich die Jadestädter wieder ihrer Stärken und warfen den letztlich ungefährdeten Sieg heraus. Neben Torhüter Primoz Prost überzeugte auch Kapitän Tobias Schwolow mit neun Toren.

Nach dem Abpfiff war Trainer Christian Köhrmann, der von seinem Team vor allem wieder mehr Stabilität in der Defensive verlangt hatte, nur bedingt zufrieden: „Wir hätten uns schon Ende der ersten Halbzeit deutlicher absetzen können, haben aber zwei, drei Bälle leichtfertig weggeworfen. Nach dem Wechsel dann zunächst das gleiche Bild. Erst in der Schlussviertelstunde lief es dann so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Trotzdem können wir – gerade was die Offensivleistung angeht – nicht zufrieden sein.“

Gegen tapfer kämpfende Gastgeber, die als Ligaschlusslicht mit dem Rücken war Wand stehen, taten sich die Jadestädter in den Zweikämpfen schwer und warfen oft aus schwierigen Positionen. In der Abwehr legte man im Vergleich zum Minden-Spiel zwar die geforderte Schippe drauf, agierte hier und da aber zu ungeduldig und fing sich in Durchgang eins gleich vier Gegentore per Abpraller ein. „Auch das müssen wir cleverer lösen“, ärgerte sich Köhrmann. „Wenn wir schon eine Minute oder mehr verteidigen, müssen wir uns am Ende auch dafür belohnen.“

Nach dem 15:18 ging dann aber ein Ruck durch die Mannschaft: In Überzahl gelangen die Anschlusstreffer zum 17:18, ehe Schwolow nach einem gehaltenen Prost-Siebenmeter für den Ausgleich sorgte. Danach setzte sich der WHV dank konzentrierter Abwehrarbeit und variablen Angriffen Tor für Tor ab und siegte letztlich verdient mit 29:24. Einziger echter Wermutstropfen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Sebastian Maas, der sich schon im ersten Durchgang nach einem Gegenstoß am Knie verletzt hatte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Köhrmann: „Wir hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Nach dem MRT am Montag wissen wir mehr.“

Ahlener SG – W’havener HV 24:29 (12:13)

ASG: Behrends (13 Paraden), Kröker; Bayer 6/1, Lemke 5, Sackmann 3, Rogowski 2/1, Fauteck 2, Seifert 2, Dommermuth 2, Hümmecke 1, Denert 1, Horn, Harbaum, Wiencek, Wunderlich.

WHV: Prost (18/1 Tor), Grunz; Schwolow 9, Ten Velde 5/2, Pust 4, Rozman 4, Postel 2, Maas 1, Sabljic 1, Schauer 1, Drechsler 1, Srsen.

Schiedsrichter: Maczeyzik/Blunck
Zuschauer: 620
Strafwürfe: 2/4 – 2/3
Strafminuten: 10 – 10