Viggó Kristjánsson verlässt Wetzlar

Foto: Rainer Justen

1.Bundesliga
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Erst Mitte November vergangenen Jahres wechselte Viggó Kristjánsson zur HSG Wetzlar, um bei den Grün-Weißen den Portugiesen Joao Ferraz zu ersetzen. Seitdem hat der sympathische Linkshänder viel erlebt.

Positives, wie die schnelle Eingewöhnung in Mittelhessen, aber auch negatives, wie den Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie. 16 Spiele hatte der Isländer bis dahin für die HSG Wetzlar absolviert und es werden vorerst keine dazu kommen, denn der 26-jährige wechselt im Sommer zum Ligakonkurrenten TVB 1898 Stuttgart. Im zweiten Teil der Interview-Reihe mit den Abgängen der Grün-Weißen spricht Kristjansson über Highlights der vergangenen Monate und den Sommer in seiner Heimat Island.

Viggó, wie geht´s Dir und Deiner Familie und wie verbringst Du gerade handballerische Corona-Auszeit?

Gott sei Dank ist meine Familie gesund. Ich bin momentan mit meinem Sohn viel zuhause und meine Frau macht Home-Office. Ich trainiere mindestens einmal am Tag, gehe laufen oder mache Krafttraining. Ansonsten habe ich einfach viel Freizeit und schaue auch im Vergleich zu sonst mehr Fernsehen. Das ist eine ungewohnte Situation für unser Sportler, mit der man jetzt umgehen muss, aber für die Umstände ist es in Ordnung.

Du bist erst Mitte November aus Leipzig nach Wetzlar gewechselt. Wie war das Ankommen für Deine Familie in Mittelhessen?

Es hätte besser nicht sein können. Der Umzug war optimal organisiert und an unserem ersten Tag in Wetzlar haben Maximilian Holst und seine Frau standesamtlich geheiratet. Da waren wir direkt auf der Feier eingeladen, konnten alle kennenlernen und hatten einen sehr schönen Abend. Wir sind also von Anfang an sehr herzlich willkommen geheißen worden und fühlen uns richtig wohl in Mittelhessen. Schön ist auch, dass fast die ganze Mannschaft in unmittelbarer Nähe zusammenwohnt. Somit haben wir alle viele Spaß miteinander. Es ist einfach eine richtig gute Zeit, die wir hier haben.

Was war dein sportliches Highlight in Deiner Zeit bei der HSG Wetzlar?

Das ist einfach zu beantworten, denn das war der Auswärtssieg in Kiel. Das war Wahnsinn! Für mich war es aber auch besonders in Leipzig zu spielen. Das war nur wenige Wochen nach meinem Wechsel und dann haben wir dort auch noch gewonnen. Ich habe sechs Tore geworfen und mein wahrscheinlich bestes Spiel für die HSG Wetzlar gemacht. Auch das werde ich sicher nicht vergessen. Ein weiteres Highlight war für mich natürlich die Teilnahme an der Handball-Europameisterschaft.

Wie zufrieden bist Du mit der Saison?

Ich denke der Club, wir als Mannschaft und ich selbst können absolut zufrieden sein. Platz neun ist am Ende ein sehr gutes Ergebnis. Ich habe hier die gleiche Rolle wie zuvor schon in Leipzig eingenommen. Als zweiter Rückraumspieler war meine Aufgabe meinen Kollegen zu unterstützen, hier war das Stefan Cavor. Ich glaube wir haben uns gut ergänzt und ich bin froh, dass ich in machen Partien viele Spielanteile haben konnte.

Was hast Du für einen Eindruck von der Rittal Arena?

Was soll ich sagen: es ist einfach geil dort vor den eigenen Fans zu spielen! Für mich war die Einlaufzeremonie immer richtig besonders. Die Stimmung sorgt für Gänsehaut. Ich freue mich schon richtig, kommende Saison mit Stuttgart wieder in der Rittal Arena zu spielen.

Du sprichst Stuttgart an. Du wechselst zum TVB. Was wünschst Du Dir für die neue Saison?

Zunächst einmal hoffe ich inständig, dass wir bald wieder mit Zuschauern Handball spielen können, denn nur das macht unseren Sport komplett. Für die neue Saison wünsche ich mir, dass wir mindestens vier Teams hinter uns lassen und wir mit dem TVB Stuttgart möglichst frühzeitig den Klassenerhalt schaffen können. Wir ziehen im Juni dorthin. Ich kenne schon einige Spieler und freue mich alle anderen kennenzulernen.

Was sind deine Pläne bis dahin, also für den Sommer?

Im besten Fall würde ich nach Island fliegen und dort drei, vier Wochen bleiben. Meine Eltern haben ein Sommerhaus am Meer und dort würde ich gerne mit meiner Familie fischen gehen. Schon im letzten Jahr konnte ich im Sommer leider nicht in Island sein und ich vermisse meine Familie und Freunde sehr. Falls wird aufgrund der aktuellen Situation nicht nach Island reisen können, bleiben wir hier in Wetzlar und genießen die Zeit hier.

 

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