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Zebras auswärts gefordert

Foto: Sascha Klahn

1.Bundesliga
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Kein Durchatmen bei den Zebras nach dem klaren 31:23-Auswärtserfolg in der EHF Champions League bei Aalborg Handbold, denn die nächste Aufgabe wartet bereits: In der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga geht es am Samstag für den THW Kiel bei der HSG Nordhorn-Lingen um wichtige Auswärtszähler.

Anwurf zum dritten THW-Spiel innerhalb von sechs Tagen ist um 20:30 Uhr, Sky überträgt wie gewohnt live aus dem Euregium.

Am frühen Donnerstagmorgen fuhr der neue Mannschaftsbus der Schwarz-Weißen nach der erfolgreichen Auswärtstour aus Aalborg auf das Trainingsgelände des THW Kiel in Altenholz, bereits am Freitagnachmittag sammelt "KI-EL 1" dort die Zebras wieder ein: Für den Rekordmeister geht es erstmals nach mehr als elf Jahren wieder nach Nordhorn. Damals, im Mai 2009, hatten die Schwarz-Weißen beim 38:27 ihren höchsten Auswärtssieg im Euregium aller Zeiten gefeiert. Steffen Weinhold, vierfacher Torschütze, und Piotr Przybecki (7 Treffer) trugen noch das rot-weiße Trikot der HSG, für den THW Kiel waren Nikola Karabatic und Filip Jicha die erfolgreichsten Werfer. Nach der Saison begann der Abstieg der HSG aus Nordhorn. Einer Stadt, in der der THW Kiel Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig zu Gast war. Insgesamt kreuzten beide Teams bereits 21 Mal in der "stärksten Liga der Welt" die Klingen. Jetzt ist die HSG Nordhorn-Lingen als Zwei-Städte-Team wieder da, zuletzt sahen sich beide Mannschaften im Oktober 2019 im Liga-Betrieb, als der damalige Aufsteiger in der Kieler Arena mit 23:31 unterlag (siehe Spielbericht). Das Rückspiel in Nordhorn, auf das sich der Aufsteiger riesig gefreut hatte, fiel dann dem Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie zum Opfer.

Im September trafen sich beide Teams zu einem Testspiel in Altenholz, das der THW Kiel klar gewann. Beim Wiedersehen nach der langen Corona-Pause wurde schnell deutlich, dass sich bei der HSG Nordhorn-Lingen wenig im Vergleich zur Vorsaison verändert hat. Mit Markus Stgefelt (TV Hüttenberg) und Sander Vissen (aus Volen-dam) kamen nur zwei Neuzugänge. Die wichtigste Neuerung fand an der Seitenlinie statt: Daniel Kubes, ehemaliges Zebra, folgte auf Geir Sveinsson. Und hat der Mannschaft gleich eine aggressive Spielweise eingeimpft, mit der die HSG Nordhorn-Lingen, die im vergangenen Jahr nur Siege gegen Leipzig und in Berlin feiern konnte, die zweite Chance zum Verbleib in der stärksten Liga der Welt nutzen möchte. Dafür braucht die Mannschaft die Tore einer Institution: Linksaußen Pavel Mickal ist seit 15 Jahren bei der HSG Nordhorn-Lingen. Auf der anderen Seite agierte der wohl bekannteste Spieler der Niedersachsen: Rechtsaußen Robert Weber kam vor der vergangenen Saison aus Magdeburg und ist noch immer einer der torgefährlichsten Spieler der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Mit 29 Treffern in vier Spielen steht Weber derzeit hinter Niclas Ekberg (31) auf Platz zwei der Torjägerliste.

Mit elf erfolgreichen Abschlüssen war Weber auch einer der Garanten für den ersten Saisonsieg: Beim HSC 2000 Coburg gewann die HSG Nordhorn-Lingen am vergangenen Wochenende mit 29:26. Nach den Niederlagen gegen die Füchse Berlin, die einen 10:13-Halbzeitrückstand noch in einen 25:20-Erfolg im Euregium drehten, in Flensburg (26:33) und gegen den Bergischen HC (26:31) soll der dritte Erfolg nach dem Wiederaufstieg der Mannschaft von Daniel Kubes Auftrieb geben. "Wir haben sowohl gegen die Füchse Berlin, Flensburg-Handewitt und den Bergischen HC ganz gut mitgehalten", blickte Weber nach der erfolgreichen Punktejagd in Coburg zurück, "das war ein Vier-Punkte-Spiel und in jedem Fall gut für die Stimmung und Zuversicht in Bezug auf die kommenden Runden."

Den Auftakt macht jetzt die Partie gegen den THW Kiel. Das zweite Auswärtsspiel der Kieler in der aktuellen LIQUI MOLY-HBL-Saison wird am Samstag um 20:30 Uhr von Christian Hannes und David Hannes angepfiffen. Im Nordhorner Euregium erwartet die Zebras - beinahe wie beim 30:23-Testspiel-Sieg der Kieler im Altenholzer Trainingszentrum - eine Geisterkulisse: Aufgrund der aktuellen Fallzahlen an Covid-19-Neuerkrankungen in der Grafschaft Bentheim wurden erneut keine Zuschauer für ein Heimspiel der HSG Nordhorn-Lingen zugelassen. "Das trifft uns - hier auch in dem besonderen Spiel gegen den Deutschen Meister THW Kiel, sportlich sowie wirtschaftlich sehr", teilte der Club am Mittwoch mit. THW-Fans können die Begegnung wie gewohnt live bei Sky Sport verfolgen. "Wir wollen an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen", sagt THW-Kapitän Domagoj Duvnjak. "Für uns ist es wichtig, dass wir in der Spur bleiben. Deswegen wollten wir unbedingt diese zwei Punkte holen!" Auf geht's nach Nordhorn, Kiel!

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