Gast bei der TSV Hannover-Burgdorf

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Bundesliga statt Pokalfrust: Am kommenden Sonntag startet GWD Minden in die neue Erstliga-Saison. Nach der bitteren Niederlage im DHB-Pokal, trifft man um 16 Uhr in der Swiss Life Hall auf Hannover-Burgdorf und möchte laut Geschäftsführer Sport Frank von Behren „den Reset-Knopf drücken und das Spiel als Standortbestimmung nutzen.“

Obwohl die Grün-Weißen bei den „Recken“ in den vergangenen Jahren nie gut aussahen, rechnet sich Frank Carstens durchaus Chancen aus: „Die schlechten Ergebnisse dort sind Geschichte. Ich bin mir sicher, dass die Jungs zeigen wollen, dass sie es deutlich besser können. Hannover hat im ersten Heimspiel der Saison natürlich ordentlich Druck. Das könnte uns in die Karten spielen.“

In der vergangenen Saison war man Hannover zwar in beiden Spielen unterlegen, platzierte sich als 14. aber letztlich nur einen Rang hinter den Niedersachsen, die als 13. den eigenen Erwartungen nicht wirklich gerecht wurden. Nach der sensationellen Spielzeit 2017/18, in der man sich am Ende sogar für den Europapokal qualifizierte, konnten „Die Recken“ ihre starken Leistungen in der vergangenen Saison mit einer Dreifachbelastung aus Europapokalspielen, Pokal und dem Ligaalltag nicht bestätigen. Lediglich im Pokal wurde mit einem wiederholten Einzug in das Final Four an das starke Vorjahr angeknüpft. Auch in diesem Jahr konnte man sich bereits für das Achtelfinale des Pokals qualifizieren, indem man beim Erstrundenturnier in Bremen zuerst Gastgeber Habenhausen und dann TUSEM Essen aus dem Wettbewerb warf. Burgdorf wird versuchen, den Schwung aus dem erfolgreichen Pokalwochenende mit in die Bundesliga zu nehmen.

Aber auch GWD erhofft sich nach einer Vorbereitung mit Höhen und Tiefen, die am vergangenen Wochenende ihren Negativpunkt erreichte, wieder einen starken Auftritt. Schließlich hat man in der Vorbereitung bereits gegen den Bergischen HC und den DHfK Leipzig gezeigt, dass man auf Augenhöhe mit anderen Bundesligisten agieren und das Potential der Mannschaft auf den Platz bringen kann. „Wir müssen die Leistungsschwankungen stabilisieren und ein Plateau finden, das wir auch an schlechten Tagen nicht unterschreiten. Die Ausreißer nach oben können wir natürlich gerne beibehalten“, so der Mindener Coach. Besonders gefragt sind die Führungsspieler der jungen Mannschaft. Michalczik, Rambo und Co. werden das Spiel lenken und in negativen Phasen dafür sorgen müssen, dass das Team nicht in einen Abwärtsstrudel gerät. „Wenn die Leader auf dem Platz fehlen, kann es schnell nach hinten losgehen, das haben wir am Samstag gemerkt. Das Spiel gegen Hamm wurde von der Mannschaft offen besprochen und wir werden trotz der Niederlage mit breiter Brust in das erste Ligaspiel gehen, weil wir uns unserer Qualität bewusst sind!“, so der neue Kapitän Marian Michalczik.

In Hannover hatte man im Sommer den Abgang von Kai Häfner zu verkraften, den es nach fünf Jahren bei den Recken nach Melsungen zog. Als Ersatz für den rechten Rückraumspieler verpflichtete Burgdorf den Kroaten Ivan Martinovic aus Gummersbach, der gemeinsam mit Morten Olsen und Fabian Böhm das Rückraumtrio der Niedersachsen bilden wird. Mit Alfred Jönsson von Lugi Lund holte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen einen weiteren Youngster für den Rückraum an die Leine. Eine besondere Stärke der Niedersachsen hat Carstens vor dem Spiel bereits ausgemacht: „Das Kreisspiel von Burgdorf ist überragend. Mit Pevnov, Brozovic und Thiele haben sie gleich drei starke Kreisläufer. Dazu kommt ein Rückraum, der diese Spieler in Szene setzten kann. Daher müssen wir besonders in der Kreisabwehr konzentriert arbeiten und werden versuchen, auf dieser Grundlage unser Tempospiel in der Offensive aufzuziehen!“

Nicht mitwirken können weiterhin Magnus Gullerud sowie Aliaksandr Padshyvalau, die mit ihren Fußverletzungen ausfallen. Aber auch Juri Knorr wird die kurze Reise Richtung Norden vermutlich nicht antreten können, da er seit Beginn der Woche aufgrund einer Grippe nicht am Training teilnehmen kann. So bleiben den Grün-Weißen auf Rückraum-Mitte noch Marian Michalczik, der aus dem linken Rückraum aufrücken wird, sowie Simon Strakeljahn, der den Nationalspieler am Sonntag entlasten darf. Carstens und von Behren machen sich aber ob der dünnen Personaldecke auf der Spielmacher-Position keine Sorgen: „Simon wird Marian mindestens in Phasen vertreten, in den er eine Pause braucht. Er ist zwar ein anderer Spielertyp als Alex und Juri, aber er spielt schon seit Jahren bei uns, kennt die Abläufe und weiß genau, wie er seine Mitspieler einsetzen kann.“

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