Weber hält - Sieg in Aue

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2.Bundesliga
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Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Donnerstagabend in der 2. Handball-Bundesliga für einen gelungenen Jahresabschluss gesorgt. Zum Auftakt der Rückrunde gegen den EVH Aue drückten die Blau-Weiß-Roten dem Spiel ihren Stempel auf und profitieren dabei von einer herausragenden Torhüterleistung.

Nikolai Weber zeigte insgesamt 17 Paraden und war zusammen mit Markus Stegefelt (8/5 Tore) und Ragnar Jóhannsson (7 Treffer) einer der entschei-denden Faktoren des 20. Spieltages. In der Auftaktpartie zum Saisonstart hatte sich Aue in der Osthalle in Gießen noch ein 23:23-Unentschieden erkämpft.

Obwohl Hüttenberg in großen Teilen des Spiels gegen den EHV Aue eine Führung verteidigte, hatte die Partie vor 2000 Zuschauern in der Erzgebirgshalle einige Momente, in denen das Spiel beinahe zugunsten der Gastgeber gekippt wäre, doch nach rund 20 Minuten hatte der TVH die Partie im Griff.

Die Mittelhessen begannen die Partie in Ballbesitz, verloren im ersten Angriff jedoch schnell das Spielgerät durch einen technischen Fehler. Der Angriff der Sachsen sollte ebenfalls nicht lange währen, sodass sich die Blau-Weiß-Roten den Ball zurückeroberten und mit einem Tor von Christian Rompf (2.) die Führung übernahmen.

Bedingt durch einen Fehler der Gastgeber, gelang dem TVH wenig später sogar seine erste Zwei-Tore-Führung (Stegefelt/4.). Doch dann geriet die Sieben von Trainer Emir Kurtagic nur Minuten später nach zwei Ballverlusten in Rückstand (7:6, Kevin Roch/9.). Allerdings spielte Weber bereits in der Anfangsphase eine bedeutende Rolle und verhalf den Hüttenbergern mit einer starken Parade zur erneuten Führung (8:7/11.) nachdem sich Jóhannsson durch die Abwehr gekämpft und souverän von sechs Metern abgeschlossen hatte. Obwohl Weber zwei Mal nach Kopftreffern am Boden lag, stand der Routinier immer wieder auf und war der „Mann des Abends“ auf Seiten der Blau-Weiß-Roten.

Durch einen technischen Fehler der Gastgeber in Ballbesitz geraten, war es an Rückraumshooter Stegefelt, die Führung von zwei Toren beim 9:7 wiederaufzubauen und seine Gegner unter Trainer Stephan Swat zur ersten Auszeit des Spiels zu zwingen. Das Team-Time-Out sollte jedoch keine Früchte tragen, besonders die zweite Hälfte der ersten Halbzeit war geprägt von Fehlwürfen der Gastgeber von Rechtsaußen, die oft nicht am starken Weber im TVH-Tor vorbeikamen.

Hüttenberg agierte in diese Spielphase clever und zog mit Zintel auf der Spielmacherposition ein ruhiges und sicheres Angriffsspiel auf. Allerdings musste der TVH in Folge dessen etwas häufig mit drohendem Zeitspiel kämpfen. Erneut war es Weber, der in dieser ersten hart umkämpften Phase das Momentum nutzte und mit zwei starken Paraden die Führung verteidigte.

Selbst als es den Gastgebern aus dem Erzgebirge beim 9:10 von Linksaußen Kevin Roch (20.) gelang, auf ein Tor heranzuziehen, blieben die Mittelhessen weiter konzentriert. Mit einem Siebenmetertreffer von Stegefelt (20.), einer weiteren Parade von Weber und dem starken Hüftwurf von Zintel (9:12/22.) baute der TVH eine Führung von drei Toren auf und nahm diese auch beim 14:11 mit in die Pause.

Die zweite Halbzeit startete so, wie die vorherige geendete hatte: Nämlich mit einer bemerkenswert starken Torwartleistung von Nikolai Weber. Vorne belohnte sich jedoch Stegefelt zunächst nicht mit der Chance und verfehlte den Kasten. Der Schwede, der gestern Abend zudem mit fünf verwandelten Siebenmetern glänzte, leistete aber direkte Wiedergutmachung und holte sich den Ball in der Abwehr zurück. Moritz Lambrecht ging zum Gegenstoß nach vorne und behielt alleine vor dem gegnerischen Tor die Nerven – das 15:11 (33.).

Auch waren die Anfänge der zweiten Hälfe des Spiels davon geprägt, dass die Hüttenberger 3:2:1-Abwehr, anders als in der ersten Halbzeit, härter und auch konsequenter auf die Gastgeber einwirkte und dadurch eine ganze Reihe an Ballgewinnen erzielte. Das beflügelte auch Weber, der mit zwei weiteren Paraden seiner Mannschaft den Rücken freihielt.

In der Folge sorgten Daniel Wernig von Außen und Markus Stegefelt per Siebenmeter für die erste Fünf-Tore-Führung der Mittelhessen beim 18:13 (38.). Ein Schlag von dem Aue sich nicht mehr erholen sollte. Näher als auf drei Tore beim 20:23 (49.) und 24:27 (54.) kamen die Hausherren nicht mehr heran. Obwohl der EHV alle drei Torhüter im Laufe des Spiels einwechselte, bekam kaum einer von ihnen eine Hand an den Ball und auch der sonst so sichere Schütze Eric Meinhardt fand mit zwei vergebenen Siebenmetern in Weber seinen Meister.

Wernig und Johannes Klein sorgten mit ihren Treffern zum 30:26 und 31:26 für die endgültige Entscheidung zu Gunsten des TVH und Kurtagic gab in den letzten Spielsekunden dem Nachwuchsakteur Henrik Nass noch etwas Zeit zwischen den TVH-Pfosten.

Aufstellung EHV Aue: Musil, Rasimas, Töpfer; Meinhardt (6/2), Naumann, Roch (7), Ebert, Bornhorn (1), Petreikis (3), Dumcius (3), Brykner (3), Faith (1), Neuteboom, Slachta (2), Tuminskis.

Aufstellung TV 05/07 Hüttenberg:Weber (1. – 59. Min.), Nass (60. Min.); Sklenák, Lambrecht (3), Wernig (4), Rompf (4), Zörb, Fernandes, Jóhannsson (7), Stegefelt (8/5), Mubenzem, Hahn, Zintel (4), Klein (1).

Zeitstrafen: 6:8 Min. – Siebenmeter: 2/4:5/5. – Zuschauer: 2000. – Schiedsrichter: Sebastian Klinke/Matthias Klinke.

Emir Kurtagic (TVH-Cheftrainer): „Das hat heute enorm Spaß gemacht. Eine tolle Atmosphäre hier in der Erzgebirgshalle. Ich war selbst noch nicht hier und habe es heute zum ersten Mal erlebt. Beeindruckend. Eine tolle Stimmung der EHV-Fans und natürlich auch unserer Anhänger, die den weiten Weg nach Sachsen gemacht hatten. Zum Spiel selbst kann ich nur sagen, dass wir heute gut vorbereitet angereist sind und dann auch einen guten Tag erwischt haben. Wir haben aus den Fehlern im Hinspiel gelernt und ich kann meiner Mannschaft nur zu den zwei Punkten und dieser sehr guten Leistung gratulieren. Nikolai Weber hat ein richtig gutes Spiel gemacht und hat uns viel Rückhalt gegeben. Ich wünsche allen TVH-Fans einen guten Rutsch und einen guten Start in das neue Jahr!“

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Letzte Aktualisierung: 22.03.2019 16:28:28
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