Wilhelmshaven kommt zu nächstem Schlüsselspiel

Foto: Stephanie Fleischer

2.Bundesliga
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Das Wort Vorentscheidung ist nicht gerade eines der besten im deutschen Sprachgebrauch. Allerdings fällt uns kein besseres ein. In diesem Sinne kann das Spiel am Sonntag in der BallsportARENA für den Gastgeber HC Elbflorenz sowie für den Gast vom Wilhelmshavener HV eine Vorentscheidung sein.

Bei einem Sieg würden die Sachsen einen ganz ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und so bei einer Niederlage des WHV, dieser den wahrscheinlich entscheidenden Schritt in Richtung Abstieg. Für die Gäste geht es im Grunde fast schon um Alles. HC-Trainer Rico Göde ist überzeugt: „Es ist der letzte Strohhalm für den Gegner. Die kommen mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen.“ Gleichzeitig warnt er: „Solche Mannschaften können kreuzgefährlich sein.“ Auf der Homepage des WHV war nach der letzten Niederlage zu lesen: „Angesichts von vier noch auszutragenden Partien machbar – es bedarf aber schon eines mittleren Handball-Wunders, wenn die Jadestädter am Saisonende nicht zu den fünf Absteigern gehören.“ Eines ist klar, ein Handballwunder im Blick auf die Niedersachsen wollen die Dresdner gleich in den Anfängen stoppen. Der HC braucht weiterhin jeden Punkt für den Klassenerhalt. Für frühzeitige Freude oder Träumereien gibt es keinen Anlass, denn der HC hat sein Ziel noch nicht erreicht.

WHV Trainer Christian Köhrmann kündigte nach der letzten deftigen Heimniederlage (22:34) gegen den TuS Ferndorf schon an: „In Dresden müssen wir ein anderes Gesicht zeigen.“ Das Gesicht was der WHV die Saison über zeigte war das einer guten Offensive und das der bisher schlechtesten Defensive der Liga. Das brachte den Gästen bis zum 34. Spieltag 10 Siege, 2 Remis und 22 Niederlagen, also insgesamt 22 Punkte und Platz 19. Dabei hatten sich die Nordlichter wie kein zweites Team in der Winterpause verstärkt. So holten die Niedersachsen z. B. mit dem Rückraumspieler Bartosz Konitz (vorher Eintracht Hagen) sowie dem slowenischen Abwehrspezialisten Miladin Kozlina (vorher HC Rhein Vikings) zwei erfahrene Akteure. Mit dem linken Rückraumspieler Tobias Schwolow hat der WHV zudem einen der besten Spieler auf seiner Position der letzten Zweitligaspielzeiten. Auch in diesem Jahr gehört Schwolow mit 200/19 Toren bisher zu den Top-5 Torschützen der Liga. Mit seinem Widerpart auf der rechten Rückraumposition Rene Drechsler (159 Tore) bildet Schwolow eines der besten Rückraumduos der Liga. Der WHV hat also einiges an Zweitligaqualität zu bieten und steht in Dresden mit dem Rücken zur Wand. Die Sachsen sollten vor dieser Kombination auf der Hut sein. HC-Rechtsaußen Nils Gugisch hat eine klare Vorstellung vom Gegner: „Der WHV wird sehr heiß und motiviert zu uns kommen. Es ist so gut wie die letzte Chance für sie, deswegen müssen wir weiter so spielen wie und den letzten Spielen und dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.“

Die Dresdner konnten in den letzten vier Partien immer mehr Selbstvertrauen tanken und das auf ganz unterschiedliche Weise. Die Dresdner scheinen also im Kampf um den Klassenerhalt für viele Eventualitäten gewappnet. Zudem schöpft die Mannschaft erstmals in dieser Spielzeit über einen längeren Zeitraum ihr Potenzial aus. Deutlich zu sehen ist dies beim Spiel über die Außen, welchem Cheftrainer Rico Göde und sein Trainerteam wieder mehr Leben eingehaucht hat. Zudem spielen Spieler, welche vorher eher weniger bedacht wurden, jetzt ganz wichtige Rollen. Bestes Beispiel ist Arseniy Buschmann, der nach und nach zum Spieler der letzten Saisonspiele wird. Auch Rechtsaußen Nils Gugisch, welcher auch viel mit Verletzungen zu kämpfen hatte, kam zuletzt immer besser zurecht. Im Blick auf die letzten Wochen sagte er: „Ich denke unsere Entwicklung in den letzten Wochen war sehr gut. Rico hat uns gezeigt, dass wir Handball spielen können und das wir besser sind als in vielen Phasen der Saison. Es macht einfach wieder Spaß auf dem Feld zu stehen.“ Trainer Rico Göde knüpft im Blick auf das Spiel an: „Der Gegner hat sicher vor allem im Angriff seine Qualitäten. Allerdings haben wir eine positive Serie und in den letzten Spielen immer wieder gezeigt, dass wir auch den jeweiligen Topakteuren des Gegners das Leben schwer machen können.“

In diesem: Lasst uns wieder alles raushauen und zusammen die positive Serie ausbauen!

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