Kein Ruhepolster gegen Brest

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Pokal international
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Es begann im Herbst 2003 mit einer Auswärtspartie bei Redbergslids Göteborg. Am Sonntag um 19 Uhr bestreitet die SG Flensburg-Handewitt ihre Partie Nummer 200 in der VELUX EHF Champions League. Bringt diese Zahl Glück gegen den HC Meshkov Brest?

Reicht der Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel für den zwölften Einzug ins Viertelfinale? „Wir müssen auf der Hut sein“, meint Holger Glandorf (s. Foto). „Wir wissen, was auf uns zukommt. Wenn unser Publikum so laut ist, wie das in Weißrussland, dann schaffen wir es ins Viertelfinale.“

Der Freitag stand bei der SG im Zeichen des individuellen Trainings, der Regeneration und der Fokussierung auf das nächste wichtige Spiele. „Die Niederlage von Magdeburg ist verdaut“, teilte SG Trainer Maik Machulla am Mittag mit. „Bei den Jungs und bei mir ist die Energie wieder zu spüren – für neue Taten.“ Eine nie erreichte Serie von 32 Siegen in der DKB Handball-Bundesliga, eine weiterhin sehr gute Ausgangslage in zwei Wettbewerben und auch eine gute Moral sind Fakten, die Rückenwind entfachen. Schon am Sonntag geht es ums Ganze. Das 30:28 von Brest wertet Maik Machulla als „gefährliches Ergebnis“, das 60 Minuten lang einen vollen Einsatz erfordert. „Wir wissen, was wir zu Hause im Stande sind zu leisten, alle müssen wieder den Schalter umlegen“, erklärt der Übungsleiter. „Am wenigsten Sorgen bereiten mir da unserre Zuschauer, die ein sehr feines Gespür dafür haben, wann ihre Mannschaft lautstarke Unterstützung braucht.“

Eine Warnung ist sicherlich auch das Achtelfinale von vor zwei Jahren, als die SG und der HC Meshkov schon mal aufeinandertrafen. Die SG hatte in Brest hauchdünn die Oberhand behalten, stand fünf Minuten vor Ende des Heimspiels aber mit dem Rücken zur Wand, um dann doch noch ein 28:26 zu retten. Damals saß Petar Djordjic auf der Bank der SG, kurz danach wechselte der serbische Halblinke zum weißrussischen Meister. Nach Novem-ber 2017 kehrt er das zweite Mal im Meshkov-Trikot an seine alte Wirkungsstätte zurück – nicht ohne Hoffnungen. „Dank der Schlussphase sind wir mit einem positiven Gefühl aus dem Hinspiel gegangen und konnten uns sagen: Wir leben noch!“, berichtet der 28-Jährige. „Wenn wir in Flensburg eine sehr gute Leistung abliefern, ist noch alles möglich.“

Der HC Meshkov wird es mit einer großen Physis, einer kompakten Abwehr und viel individuelle Klasse versuchen. „Bei der Analyse haben wir aber auch einige Dinge entdeckt, die wir verbessern können“, verrät Maik Machulla und fordert angesichts einer dann folgenden zweieinhalbwöchigen Spielpause: „Die Jungs müssen noch einmal alles reinhauen!“ Bei einem Sieg winken ab dem 24. April zwei Duelle gegen Telekom Veszprém, der gegen Sporting Lissabon klar favorisiert ist. In jedem Fall ist der SG die Aufnahme in den illustren „Klub der 200er“ garantiert. Nur der FC Barcelona (292), der THW Kiel (276), Telekom Veszprém (273), der HC Zagreb (271) und Montpellier HB (218) absolvierten in der VELUX EHF Champions League mehr Spiele.

Karten-Situation. Es gibt noch einige Sitzplatz- und Stehplatz-Tickets, und zwar im SG-Online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus und an der Abendkasse. Die SG Tickethotline ist erreichbar unter: 01806-997718 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Min).

Fernsehen. Das Spiel wird ab 18.30 Uhr auf Sky Sport 4 „live“ übertragen.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 17.30 Uhr.

Schiedsrichter. Ivan Pavicevic und Milos Raznatovic (Schweiz).

EHF-Delegierter. Oyvind Togstad (Norwegen).

Statistik. Bislang hat die SG alle fünf Partien gegen den HC Meshkov gewonnem, zumeist ging es aber knapp zu. Das Torverhältnis lautet 151:137.

 

Kommentar schreiben

Bitte halte Dich an die Regeln für Kommentare.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Ergebnisdienst Pokal

Es finden keine Begegnungen statt.