Löwen bescheren neuem Trainer Traum-Einstand

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

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Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Cheftrainer Martin Schwalb haben die Rhein-Neckar Löwen einen Kantersieg gefeiert. 36:25 (21:13) schlugen sie am Mittwoch-abend Liberbank Cuenca und krallten sich den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel des EHF Cup.

Andreas Palicka (s. Foto) mit 16 Paraden hinter einer kompakten Abwehr legte den Grundstein für den Heimsieg.

Ballgewinne und zahlreiche Tempo-Treffer waren die Folge – so wollen wir unsere Löwen sehen! Martin Schwalb zeigte sich nach seinem ersten Einsatz auf der Löwen-Bank zufrieden, aber nicht überschwänglich: „Jetzt lassen wir die Kirche mal im Dorf und sortieren das richtig ein. Das Engagement war da, aber wir hatten auch ein paar Schwächephasen, insbesondere in der zweiten Halbzeit.“ Patrick Groetzki freute sich über eine „alles in allem sehr gute Abwehrleistung“, durch die man viel ins Laufen gekommen sei. „Wir konnten so ein Riesentempo gehen. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“

Dabei gingen die Löwen einmal mehr mit nur einem etatmäßigen Innenblock-Spieler an den Start. Jesper Nielsen länger verletzt, Ymir Örn Gislason nicht spielberechtigt, Ilija Abutovic mit Fieber im Bett: So blieb Gedeón Guardiola als einziger Abwehr-Spezialist für den Brennpunkt im Zentrum übrig. Wie schon in Holstebro rückte Niclas Kirkeløkke in die Mitte. Außerdem fehlten Steffen Fäth und Uwe Gensheimer verletzt.

Dem Löwen-Spiel sind die vielen Ausfälle nicht anzumerken. Im Gegenteil. Von Minute eins an agieren sie wie aus einem Guss: heiß auf Ballgewinne und schnelle Tore. In weniger als 60 Sekunden bringt Jannik Kohlbacher seine Farben mit 2:0 nach vorne. Entgegenkommt den Jungs die hohe Fehlerquote Cuencas. Ganz anders als im Hinspiel wirken die Spanier fahrig und nervös. Jerry Tollbring erhöht nach einem Fehlwurf auf 3:0, Kohlbacher auf 4:1, Andy Schmid auf 5:1 – da sind nicht einmal fünf Minuten absolviert.

Mit einer soliden Abwehrleistung und einem bestens aufgelegten Andreas Palicka ziehen die Löwen rasant davon. Nach einem von etlichen technischen Fehlern Cuencas versenkt Kohlbacher den nächsten Gegenstoß zum 9:5, es ist bereits sein vierter Treffer (11.). Patrick Groetzki erhöht im selben Stil auf 13:8 (16.), Kohlbacher nach tollem Tipp-Pass von Guardiola auf 14:8. Als Groetzki den nächsten Gegenstoß zum 15:8 unterbringt, sind es sieben Tore Vorsprung für die Löwen (17.).

Cuenca droht ein Debakel, zwei Auszeiten verpuffen, zumal die Löwen vorne kaum Fehler machen – und sogar Zeit zum Zaubern finden. Andy Schmid serviert Tollbring einen traumhaften Kempa-Pass: Das 18:10 ist das schönste Tor der ersten Halbzeit (22.). Zur Pause steht es 21:13. Ein echtes Handball-Spektakel in der GBG Halle, die Löwen-Fans sind hin und weg. So darf es gerne weitergehen.

Und das tut es auch. Andy Schmid bringt per Siebenmeter das 22:14 (32.), Groetzki mit seinem fünften Tor das 23:14 (33.), Kohlbacher mit Treffer Nummer sieben das 24:15 (34.). Es bestehen keine Zweifel mehr: Die Löwen werden das heute nicht nur souverän, sondern auch mit großem Spaß am Spiel zu Ende bringen. Alexander Petersson, der nun offensiv genauso ran darf wie Romain Lagarde, wuchtet dreimal in Folge ein und beschert den Löwen beim 28:18 die erste Zehn-Tore-Führung (45.).

Als Cuenca dreimal in Serie trifft, auf 28:21 verkürzt und die Löwen erstmals so richtig den Faden zu verlieren drohen, nimmt Martin Schwalb die Auszeit (48.). Das Ergebnis: Binnen fünf Minuten ist der alte Vorsprung wiederhergestellt, steht es 32:22 (53.). Am Ende sind es sogar elf Tore Vorsprung, gewinnen die Löwen 36:25 und feiern mit ihren Fans einen rundum gelungenen Handball-Abend.

Rhein-Neckar Löwen – Liberbank Cuenca 36:25 (21:13)

Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (8/3), Kirkeløkke (1), Lagarde (1), Tollbring (3), Abutovic, Mensah (4), Groetzki (5), Guardiola, Petersson (5), Ganz (1), Kohlbacher (7), Kessler (1)

Cuenca: Maciel (1), Ibanez – Dutra (6), Doldan (3), Natan Suarez (4), Lindblad, Lopez (1), Moscariello, Thiago Alves (5), Cano, Diaz Mata (3), Eskericic (1), Lopez Garcia (1)

Trainer: Martin Schwalb – Lidio Jimenez

Schiedsrichter: Andrej und Sandro Smailagic (Schweden)

Zuschauer: 1403

Strafminuten: Kirkeløkke (4) – Doldan (2), Lindblad (2)

Siebenmeter: 3/3 – /

Spielfilm: 3:0, 3:1, 5:1, 5:3, 7:4, 9:6, 10:7, 11:8, 15:8, 17:10, 19:10, 21:13 (HZ), 22:14, 23:15, 25:16, 28:18, 28:21, 32:22, 34:23, 36:25 (EN)